Avifauna caucasica - eine vogelkundliche Reise durch Georgien



Kurzbeschreibung

Die kleine Kaukasusrepublik Georgien ist ein Mekka für Ornithologen. Ca. 370 Vogelarten beherbergt das Land, welches Habitate von der trockenen Halbwüste bis zum vergletscherten Hochgebirge gleichermaßen bietet. Auf dieser faszinierenden Reise in verschiedene Ökoregionen des Landes können Sie, angeleitet von erfahrenen Ornithologen, ca. 180-200 Vogelarten beobachten.

Beschreibung

Auf unserer Reise begeben wir uns in 3 Ökoregionen des Landes: Von der Kasbek-Region im Großen Kaukasus begeben wir uns in die aride Steppenlandschaft Chachuna, bevor wir über Dawit Gareja und die Dschawachetische Hochebene nach Wardsia fahren, einer felsigen Region am Oberlauf der Kura. Unsere Zielarten sind Grünlaubsänger, Blaumerle, Nonnensteinschmätzer, Kappenammer, Ortolan, Bienenfresser, Wiedehopf, Kaukasuskönigshuhn, Kaukasus-Birkhuhn, Riesenrotschwanz, Berggimpel, Kaukasus-Zilpzalp, Felsenkleiber, Krauskopfpelikan, Brauner Sichler, Terekwasserläufer, Weißflügelseeschwalbe, Schmutzgeier, Bartgeier, Steinadler, Schlangenadler, Kurzfangsperber, Adlerbussard

 

Reisebeschreibung:

1.Tag: Flug nach Tbilisi.

Abflug von Deutschland. Ankunft in Tbilisi. Abholung und Transfer ins Hotel. Je nach Flugankunft Teilnahme am Stadtrundgang durch die Altstadt von Tbilisi und auf die Narikala-Festung, ca 2 h.

 

2.Tag:Fahrt Tbilisi-Kasbegi

Fahrt nach Kasbegi, ca. 150 km nördlich von Tbilisi in den Bergen des Großen Kaukasus gelegen. Stopp an einigen Seen für erste Beobachtungen: u.a. sind Weißflügel-Seeschwalbe und Lachseeschwalbe zu erwarten. Stopp an Eichen- und Birkenwäldchen am Fuß der Berge, wo Grünlaubsänger, Zwergschnäpper und evtl. der Halbringschnäpper zu finden sind. Am Nachmittag erreichen wir den Ort Kasbegi, wo wir einen Rundgang am Ortsrand unternehmen.

 

3.Tag: Rund um Kasbegi

Auf einer Tour zu Fuß um den Ort Kasbegi sind die ersten Gebirgsvogelarten zu erwarten: Berghänfling, Ohrenlerche und Schneefink. Auch sollten hier die ersten Greifvögel wie Gänsegeier, Bartgeier und Wanderfalke in Sicht kommen. Es bestehen hohe Chancen, den Kurzfangsperber zu sichten. An den Berghängen werden wir den Ruf des Kaukasuskönigshuhns vernehmen, dessen Echo von den Bergen widerhallt. Die Rufe zeigen uns den Aufenthaltsort der Vögel an, sodass eine Sichtung sehr wahrscheinlich ist.

 

4.Tag: Gebirgsvogelarten rund um die Sameba-Kathedrale

Per Jeep fahren wir auf die Anhöhe (2200m), an dessen Rand die berühmte Gergeti-Dreifaltigkeitskirche vor der imposanten Kulisse des Kasbek thront. Auf den umliegenden hochalpinen Wiesen sollten wir sorgfältig nach den schwarzen Umrissen des Kaukasus-Birkhuhns Ausschau halten. In felsigen Abschnitten liegt das Habitat vom farbenprächtigen Riesenrotschwanz und Berggimpel. Weiterhin können wir im Gebüschsaum der Talböden Arten wie den Bergzilpzalp, Grünlaubsänger sowie Bienenfresser, Neuntöter, Schwarzstirnwürger, Rotkehlpieper, Schafstelze und Ortolan sichten.

 

5.Tag: Fahrt von Kasbegi nach Chachuna

Heute nehmen wir Abschied von Kasbegi und fahren ca. 300 km nach Südosten ins Chachuna-Naturreservat. Hier gibt es Steppen und savannenähnliche Landschaften, arides Buschland und Halbwüste mit reliktischen und endemischen Pflanzenarten sowie zahlreichen Raubvögeln. Adlerbussard, Rötel- und Turmfalke, Schwarzmilan, Schmutzgeier, Mönchsgeier, Gänsegeier, Sperber und Kurzfangsperber, Habicht, Wespenbussard, Kaiser-, Schrei- und Schlangenadler, Baum- und Lannerfalke brüten hier.

 

6.Tag: Naturreservat Chachuna

Wir unternehmen Exkursionen im Reservat Chachuna. Auwälder und Grasland bieten Halsbandfrankolin und Schwarzstorch geeignete Habitate. Ein weiterer typischer Bewohner des Trockenlandes ist das Chukarhuhn. Große Verbände von Bienenfressern kommen vor. Blauracke und Wiedehopf ziehen ihre Brut auf Felsenklippen und in Astlöchern groß. Die beeindruckende Liste von Singvogelarten im Gebiet umfasst weiterhin Kalanderlerche, Felsenschwalbe und Heckensänger.

 

7.Tag: Chachunas Schluchten

Heute besuchen wir verschiedene Schluchten, wo gewöhnlich Weißkehlsänger, Felsensteinschmätzer, Kaukasussteinschmätzer, Blaumerle, mehrere Arten Grasmücken, Felsenkleiber, Schwarzstirn- und Rotkopfwürger, Rosenstar, Steinsperling, Kappenammer und Ortolan anzutreffen sind. Obwohl der Ort recht trocken ist, sind auch Wasservögel am Dali Stausee zu sehen, z.B. Rostgänse.

 

8.Tag: Höhlenkloster Dawit Gareja

Dawit Gareja ist einer der spektakulärsten Orte in Georgien, wo Historie und Wildlife gleichzeitig tiefe Einblicke bieten. Arides Trockenland mediterranen Typs mit mehrfarbigen Lehmhügeln, bedeckt mit Strauchwerk und Steppenvegetation – das ist der Ort eines der ältesten christlichen Klöster in der Welt.

Hier können Brutkolonien von Gänsegeiern beobachtet werden, weiterhin Schmutzgeier, brütende Kaiseradler, Chukarhühner, Blauracken, Blaumerle, Wiedehopfe, Rosenstar und Felsentaube. Weitere Highlights sind Adlerbussard, Mönchsgeier, Schlangenadler und Sakerfalke. Unter den Singvögeln sind Kalanderlerche, Felsenschwalbe, Heckensänger, Isabellsteinschmätzer, Orpheusgrasmücke, Schwarzstirn- und Rotkopfwürger, Felsenkleiber, Weidensperling und Kappenammer bemerkenswert. Fahrt nach Tbilisi.

 

9.Tag: Fahrt auf die Javakheti-Hochebene

Wir fahren nach Dschawachetien (250 km), einem bergigen Grasland im Süden Georgiens entlang der Grenze zu Armenien und der Türkei, welches auch große Seen umfasst. Hier sind u.a. Entenarten wie Samtente, Rostgans und Moorente zu beobachten. Während des Frühjahrszuges bestehen große Chancen, die Weißkopf-Ruderente, den Weißschwanzkiebitz und den Steppenkiebitz zu sichten.

 

10.Tag: Khanchali-See

Heute besuchen wir den Khanchali-See, welcher uns sehr gute Beobachtungsmöglichkeiten bietet. Zu erwarten sind Wachtelkönig, Rohr- und Wiesenweihe, Kranich, Krauskopf – und Nashornpelikan, Rothals- und Schwarzhalstaucher, Weißstorch, Rallenreiher, Silberreiher, Löffler, Brauner Sichler, Teich- und Terekwasserläufer, Fischmöwe, Lachsee-und Weißflügelseeschwalbe. Für den Wanderer bietet sich ein Aufstieg zu einem vulkanischen Bergplateau an, wo gute Chanchen bestehen, Rotflügelgimpel und Steinbraunelle (15% Chance) zu sichten.Die Dörfer im Gebiet sind bedeutende Brutplätze des Weißstorchs im Kaukasus.

 

11.Tag: Wardsia-Höhlenkloster

Der berühmte Höhlenkomplex von Wardsia befindet sich am Oberlauf des Mtkvari-Flusses in der Nähe zur türkischen Grenze und stammt aus dem 12.Jh. Imposant sind die vielen in den Fels getriebenen Höhlenwohnungen, Gänge und Kirchen. Nicht weniger beeindruckend sind die felsige Landschaft und die Fauna mit zahlreichen ostmediterranen Arten. Neben mehreren Reptilienarten sind v.a. Gänse-, Schmutz- und Bartgeier, Steinadler, Schlangenadler, Adlerbussard, Kurzfangsperber und Wanderfalke präsent.

 

12.Tag: Exkursionen um Wardsia

Wir schauen uns auf verschiedenen Streifzügen die interessante Landschaft in der Nähe zur türkischen Grenze an. Chukarhühner bevölkern das steinige Buschland. Des Weiteren typisch für die semiaride Landschaft sind Blaumerle, Mittelmeer-Steinschmätzer, Schwarzstirnwürger, Rosenstar, Orpheusgrasmücke, Klappergrasmücke, Steinsperling, Kappenammer, Ortolan, Bienenfresser und Wiedehopf. Bei der Besichtigung des abgelegenen Höhlenklosters Wanis Kwabebi sind Felsenschwalbe und Felsenkleiber präsent.

 

13.Tag: Borjomi-Kharagauli-Nationalpark

Auf der Fahrt zurück in die Hauptstadt machen wir einen Stop in Borjomi und besuchen das Informationszentrum des Borjomi-Kharagauli-Nationalparks. Besichtigung der imposant über der Mtkwari thronenden Festung Atskuri. Fahrt nach Tbilissi, abendliches Schlendern über den Boulevard und durch das alte Kala. Abschlussessen.

 

14.Tag: Rückflug

Rückflug nach Deutschland.

 


Weitere Informationen

Kosten
€ 2150,- pro Person im DZ
EZ-Zuschlag €180,-

Mindest-Teilnehmerzahl 8 Personen
Max. Teilnehmerzahl 15 Personen

Zahlungsmodalitäten
Anzahlung in Höhe von 20% des Reisepreises, Restzahlung 3 Wochen vor Reisebeginn.
Bis 4 Wochen vor Reisebeginn kann die Reise bei Nichterreichen der Mindest-Teilnehmerzahl abgesagt werden, ggf. Durchführung mit Kleingruppen-Zuschlag (5-7 Personen: 150 €).

Tourenlänge

3-5 h

Voraussetzungen

Normale körperliche Verfassung. Wir unternehmen Exkursionen von bis zu 5 km, einmal im Hochgebirge etwas intensiver (600 Hm).

Im Preis inbegriffen

- Hin-u. Rückflug nach/von Tbilisi
- Transfers lt. Programm in Kleinbussen und/oder Jeeps
- Reiseprogramm laut Beschreibung, kleine Änderungen nach Wunsch und Absprache vorbehalten
- Unterkunft in einfachen landestypischen Gästehäusern oder Hotels
- Verpflegung: Vollpension: Frühstück, Mittagsimbiss und reichhaltiges Abendessen mit georgischen Spezialitäten
- fachliche Leitung durch erfahrenen und qualifizierten georgischen Ornithologen
- Reiseleitung und Übersetzung durch Biologen Matthias Kunz ab 8 Personen

Nicht im Preis inbegriffen

-Versicherungen
-Getränke, Trinkgelder

Stornierung

Bis 30. Tag vor Reiseantritt: 20% vom Reisepreis
29. bis 15. Tag vor Reiseantritt: 40%
14. bis 7. Tag vor Reiseantritt: 60%
Ab 6. bis 1. Tag vor Reiseantritt: 80%
Am Reiseantrittstag: 90%

Hinweise zur Anreise

Flug von Berlin (mit Umstieg) oder München (direkt, Aufpreis € 100,-) nach Tbilisi




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  • Angebotsnr.: 3404
  • Land: Georgien
  • Region: Kasbek-Region, Chachuna, Wardsia
  • Treffpunkt: Flughafen Tbilisi
  • Startzeit: ca 8-9 Uhr, abhängig von der Fahrstrecke bzw. dem Beobachtungsziel
  • Dauer: 14 Tage
  • Sprache(n): Deutsch, Englisch
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