Die Balz der Riesenvögel

Sie sind wahre Giganten der Vogelwelt: Die männlichen Tiere wiegen bis zu 18 kg und haben eine Flügelspannweite von mehr als 2,10 m. Damit gehören Großtrappen zu den schwersten flugfähigen Vögeln der Erde. Nur die in Afrika lebende Riesentrappe ist noch etwas größer.

Kein Wunder, dass die imposanten Steppenvögel, die in Brandenburg ihr Hauptverbreitungsgebiet in Deutschland haben, seit altersher auch unter dem Namen „Märkischer Strauß“ bekannt sind.
In Deutschland, genauer in Brandenburg und Sachsen-Anhalt, leben noch etwa 150 Tiere, davon allein 100 im Havelländischen Luch und auf den Belziger Landschaftswiesen. Noch in den 1930er Jahren waren es in Brandenburg 3.500 Vögel. Dann aber sank ihre Zahl bis 1997 auf gerade einmal 57 Tiere. Dank eines aufwändigen Aufzucht- und Auswilderungsprogramm in Verbindung mit umfangreichen Schutzmaßnahmen erholen sich die Brandenburger Bestände seither wieder.
Großtrappen kann man am besten im April und Mai beobachten, wenn die imposanten Hähne auf Brautschau sind und auf den weiten Grasebenen zur Balz antreten.
Die besten Beobachtungsmöglichkeiten dafür gibt es im Havelländischen Luch. Von zwei Beobachtungsplattformen aus kann das eindrucksvolle Naturspektakel mit Ferngläsern gut beobachtet werden. Sie befinden sich beide in der Nähe des Örtchens Garlitz bei Nennhausen, etwa 30 km südöstlich von Nauen.

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Sehr informativ ist auch die Broschüre „Die Großtrappe – der märkische Strauß“, das vom Brandenburger Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz herausgegeben wurde. Den Download finden Sie unter:
http://www.lugv.brandenburg.de/sixcms/media.php/4055/trappe.pdf
Lesenswert ist ebenfalls der Artikel im Handelsblatt vom 08.09.2012: „Die Großtrappe: Ein Riesenvogel erobert seine Heimat zurück“. Sie finden ihn unter:
http://www.handelsblatt.com/technologie/energie-umwelt/umwelt-news/die-grosstrappe-ein-riesenvogel-erobert-seine-heimat-zurueck/7106442.html